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Lapita Voyage - in polynesischen Booten - nach polynesischer Navigation
Schwierigkeiten
Wo ein Regenbogen ist, ist der Regen nicht weit entfernt

Wo ein Regenbogen ist, ist der Regen nicht weit entfernt

 

Unter der Aschewolke des aktiven Vulkans mussten wir hindurch segeln, um nach Rabaul zu gelangen

 

Unter der Aschewolke des aktiven Vulkans mussten wir hindurch segeln, um nach Rabaul zu gelangen

 

Mit Sturmbeseglung durch Wind und Wetter

 

Mit Sturmbeseglung durch
Wind und Wetter

 

Wir segelten unter deutscher Flagge

 

Wir segelten unter deutscher Flagge

 

Wochenlanger Regen erinnerte mehr an die Nord- als an die Südsee

 

Wochenlanger Regen erinnerte mehr an die Nord- als an die Südsee


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Ein kurzer Film nach dem Sturm von Dr. Jean-Pierre Lacoste


Die Expedition hat mit erheblichen Schwierigkeiten zu rechnen gehabt, die vorher nicht erkennbar waren:

Laut den Monatskarten (statistische Wetterdaten der ca. letzten 200 Jahre) sollten weitestgehend Nordwest Monsunwinde wehen. Diese Winde würden an Bord meist von raumschots oder achtern kommen.

Aber: Monsunwinde blieben auf weiten Strecken aus. Besonders auf der zweiten Hälfte hatten wir viel Gegenwind.

Während der gesamten Reise hatten wir ständig mit Regenböen zu kämpfen. Näherte sich eine dunkle Wolkenformation – meist kam eine nach der anderen – hieß das: Erst kommt die Bö, dann der Wind, danach der Regen. Wir mussten das Segel gegen ein kleineres tauschen, danach wieder das größere setzen. Tag und Nacht.
Die Regenperiode hielt manchmal wochenlang an. Oft war an Bord nichts mehr trocken, denn die Luken waren bei Wasser, das gegen die Rümpfe klatschte und von unten hochkam, nicht dicht.

Selbst einen Vulkanausbruch erlebten wir in Rabaul.
Viele Flauten begleiteten uns - manchmal für mehrere Tage – mit fast unerträglicher Hitze.
Alle Ankermanöver mussten unter Segeln gefahren werden, da die Boote keinen Motor hatten. Was in fremden Revieren, gespickt mit Riffen, nicht einfach war.

Ein ausgewachsener Sturm überraschte uns auf der Route durch die Bismarck-See (Papua Neu Guinea).

Obwohl der Fotograf Philipp Hympendahl an Bord war, konnte er keine Fotos machen, denn es ging fast ums Überleben.

Mit gerefftem Segel und zwei Treibankern konnte das Boot „Lapita Tikopia“ den zweitägigen Sturm abwettern – während das zweite Boot auf einem südlicheren Kurs weniger Sturm begegnete.

Boot und Crew haben sich hervorragend bewährt.

Wir hatten auch mit Abenteuern der anderen Art zu leben:
In den Philippinen wollten Beamte uns nur gegen Zahlung von Bestechungsgeld mit den Booten außer Land lassen.
In Indonesien wollten sie uns nur weitersegeln lassen wenn wir wiederum zahlen würden.
Auf den Inseln Karkar und Kabacon (PNG) wurde uns wichtige Schiffsausrüstung gestohlen.

Die häufigsten Erkrankungen waren größere Wunden mit Vereiterungen, die sich aus kleinsten Verletzungen ergaben. Manch einer trug dicke Schwellungen an Füssen, Beinen, Armen oder Schulter davon. Zwei mussten operiert werden.
Viele litten tage- und wochenlang unter Durchfall und Kopfschmerzen

Einige hatten ein wundgescheuertes Gesäß, das sich durch ständiges Sitzen mit feuchten Hosen auf hartem Untergrund ergab. Einem Mitsegler wurde in Deutschland ein faustgroßer Abszess herausoperiert.
Ein Segler litt unter Erschöpfung und musste Pausen einlegen.

Ein anderer erlitt eine seltene tropische Pilzerkrankung und musste, zwecks Behandlung, ausgeflogen werden.
Einer bekam einen Hitzschlag, war dehydriert und bekam Probleme mit der Harnröhre und den Nieren.
Beide Skipper verloren erheblich an Gewicht.

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Copyright © 2009 Klaus Hympendahl. Alle Rechte vorbehalten.